http://www.nrk.no/nett-tv/klipp/846083/
Die Abendnachrichten auf NRK. Bei 13:26 startet der Beitrag über NPL.
Aufgenommen rund 40km vor dem Ziel Vardø.
Ach.... Ist Norwegisch nicht eine wunderschöne Sprache?
An dieser Stelle ein Dankeschön an die Volkshochschule Tübingen und Norwegischlehrerin Frauke
für die linguistische Unterstützung der Expedition.
Im Beitrag geht's darum, dass der Frühling jetzt Einzug hält - zur Freude für die Tierwelt und für mich
als Skiläufer etwas zu früh .
NPL - 2012
Montag, 21. Mai 2012
Mittwoch, 9. Mai 2012
9.Mai - Tag 127 - 2470km - Vardø - AM ZIEL
Snipp Snapp Snute så er eventyret ute.
Hei. Ich habs geschafft. Bei schønstem Fruehlingswetter lege ich die
letzten Kilometer zurueck. Gestern hat mich ein Reporter vom norwegischen
Fernsehsender NRK gefilmt und heute der Redakteur der lokalen Zeitung hier interviewt.
Bin wohl ziemlich aufgefallen, wie ich so mit dem Rucksack auf dem Rollenbrett
die Landstrasse langgetuckert bin.
Vardø kommt in Sicht. Die schneeweise Kugel ist der Dom einer Radarstation, ueber deren Zweck man nicht so genau Bescheid weiss. Offiziell wird hier der Weltraumschrott verfolgt. Andere sagen, dass hier die Russen im Auge behalten werden.
Hei. Ich habs geschafft. Bei schønstem Fruehlingswetter lege ich die
letzten Kilometer zurueck. Gestern hat mich ein Reporter vom norwegischen
Fernsehsender NRK gefilmt und heute der Redakteur der lokalen Zeitung hier interviewt.
Bin wohl ziemlich aufgefallen, wie ich so mit dem Rucksack auf dem Rollenbrett
die Landstrasse langgetuckert bin.
Mittagspause auf der Fundamentplatte eines Geschuetzes aus dem 2.Weltkrieg.
Die Wehrmacht hat hier oben so manches "Denkmal" hinterlassen.
Sonntag, 6. Mai 2012
6. Mai / Tag 124 / Vadso / 2400 km
Heute ist Markus seit längerer Zeit mal wieder in einer Pension untergebracht und freut sich auf die Dusche. Das Rentierfell hat er schon weggeschickt, d.h. den Geruch kann er nun nicht mehr darauf schieben :-).
Die letzten Tage stand sein Zelt auf Gras, nicht mehr auf Schnee. Doch heute Abend schneit es wieder. Der Winter ist also noch nicht ganz verschwunden...
Trotzdem wird er die nächsten Tage bis Vardo ohne Ski, dafür mit seinem Rollbrett, das er hinter sich herzieht, die Landstraße "entlang tuckern". Da fällt er mit seiner Warnweste zwischen den ganzen Mercedes ganz schön auf. Markus hat doch tatsächlich in einem "finnischen Baumarkt" Warenrollen gefunden, auf die er seinen Rucksack und die Ski laden konnte und die er nun mit einem Seil hinter sich her zieht. So kann er täglich seine ~35 km laufen.
Heute ging ein starker Wind, wie man es am Meer gewohnt ist; er hat nämlich mittlerweile das Meer erreicht.
Jetzt sind es noch 70 km bis Vardo. Dort wird er erst einmal seine "Mission" erfüllen und Grüße an eine Ingrid ("hohes Tier" in Vardo) ausrichten, die Freundin einer Frau, die er ganz am Anfang seiner Tour getroffen hat und der er versprochen hatte, liebe Grüße auszurichten.
Danach geht es mit den Hurtigruten (Schiff) und anschließend mit dem Zug Richtung "Heimat".
Bard ist am 4. Mai am Nordkapp angekommen und wird sich über Markus Besuch in Oslo, auf dem Heinweg, sicher freuen.
Die letzten Tage stand sein Zelt auf Gras, nicht mehr auf Schnee. Doch heute Abend schneit es wieder. Der Winter ist also noch nicht ganz verschwunden...
Trotzdem wird er die nächsten Tage bis Vardo ohne Ski, dafür mit seinem Rollbrett, das er hinter sich herzieht, die Landstraße "entlang tuckern". Da fällt er mit seiner Warnweste zwischen den ganzen Mercedes ganz schön auf. Markus hat doch tatsächlich in einem "finnischen Baumarkt" Warenrollen gefunden, auf die er seinen Rucksack und die Ski laden konnte und die er nun mit einem Seil hinter sich her zieht. So kann er täglich seine ~35 km laufen.
Heute ging ein starker Wind, wie man es am Meer gewohnt ist; er hat nämlich mittlerweile das Meer erreicht.
Jetzt sind es noch 70 km bis Vardo. Dort wird er erst einmal seine "Mission" erfüllen und Grüße an eine Ingrid ("hohes Tier" in Vardo) ausrichten, die Freundin einer Frau, die er ganz am Anfang seiner Tour getroffen hat und der er versprochen hatte, liebe Grüße auszurichten.
Danach geht es mit den Hurtigruten (Schiff) und anschließend mit dem Zug Richtung "Heimat".
Bard ist am 4. Mai am Nordkapp angekommen und wird sich über Markus Besuch in Oslo, auf dem Heinweg, sicher freuen.
Mittwoch, 2. Mai 2012
"Der Frühling hat mich eingeholt" / 2. Mai / Tag 120 / 2250 km
Seit gestern ist Markus ohne Ski unterwegs (bzw. er trägt sie auf dem Rücken). Er wird nun an der E6 (Europastraße 6, die sich über 3140 km durch fast ganz Norwegen bis nach Finnmark zieht) bis ans Ziel laufen. Mittlerweile läuft er mit Rucksack. Alles, was er nicht zum direkten Leben braucht, hat er weggeschickt. Doch es ist anstrengend. Der Rucksack drückt auf den Schultern, das Zelt hat er vor dem Körper fest gebunden, um den Rücken zu entlasten... "So a Leiterwägele, wie ihr gestern alle beim ersten Mai gezogen habt, das wär jetzt geschickt!" - morgen will er in einem finnischen Dorf, an dem er vorbeikommt, nach Rädchen suchen und sich eine Möglichkeit bauen, um den Rucksack ziehen zu können, dass er sich nicht mehr all zu sehr quälen muss. Bis Vardo liegen noch 210 km vor ihm, die er in 7 Tagen meistern will. Doch das Wetter ist schön, angenehm "warm" - an Frieren ist nicht mehr zu denken!
Das Eis auf dem Fluss Tana bricht auf.
Unterwegs auf der E6
Freitag, 27. April 2012
Es ist nicht mehr weit...
Nur noch ca. 300 km trennen Markus von seinem Ziel. Hier seine bisherige Strecke im Überblick:
http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&hl=de&oe=UTF8&msa=0&msid=204952121509033125530.0004b7cfacfba1947ff2a&mid=1328032032
http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&hl=de&oe=UTF8&msa=0&msid=204952121509033125530.0004b7cfacfba1947ff2a&mid=1328032032
27. April / Tag 115 / Karasjok / ~ 2100 km
Nach einer weiteren "Nachtschicht" (um 20.00 Uhr ging's los gestern Abend) ist Markus jetzt richtig müde und wird erst mal in einem warmen Zimmer des Campingplatzes schlafen. Bard und er sind die letzten Tage bei Sonnenuntergang gestartet, durch die Dämmerung marschiert und haben bei Sonnenaufgang ihr Zelt erst aufgebaut. Die Tage waren verdreht, aber wenn der Schnee nachts angezogen hat, ging es einfach besser.
Nun will sich Markus aber wieder auf Tag einstellen. Trotzdem wird der Schnee knapp. Eigentlich geht es nur noch auf dem Fluss. Links und rechts liegt kein Schnee mehr. Leider sammelt sich auf der Eisdecke des Flusses aber Wasser. Markus "sauft ab". Auf dem Fluss kann er also nicht mehr weiter.
So hat er sich entschlossen, ein weiteres Mal zu misten: "Reduce to the max" oder "simplify your life", wie er es nennt :-). Ab morgen will er nur noch mit Rucksack unterwegs sein. Seine Pulka schickt er nach Vardo.
Die Ski dagegen halten noch und das ist gut. So kann er die nächsten Tage Richtung Tanabru mit weniger Gepäck hoffentlich weiter gut voran kommen.
Bard ist nun endgültig Richtung Nordkap unterwegs. Der Arme hat sich leider auch noch die Bindung in einer festen Eisschicht rausgerissen. Durch Tape konnte er bis zur nächsten Fjellstue gelangen, wo er sie wieder repariert hat. Jetzt wünschen wir den beiden, dass sie trotz erschwerten Bedingungen bald ihr Ziel erreichen können!
Nun will sich Markus aber wieder auf Tag einstellen. Trotzdem wird der Schnee knapp. Eigentlich geht es nur noch auf dem Fluss. Links und rechts liegt kein Schnee mehr. Leider sammelt sich auf der Eisdecke des Flusses aber Wasser. Markus "sauft ab". Auf dem Fluss kann er also nicht mehr weiter.
So hat er sich entschlossen, ein weiteres Mal zu misten: "Reduce to the max" oder "simplify your life", wie er es nennt :-). Ab morgen will er nur noch mit Rucksack unterwegs sein. Seine Pulka schickt er nach Vardo.
Die Ski dagegen halten noch und das ist gut. So kann er die nächsten Tage Richtung Tanabru mit weniger Gepäck hoffentlich weiter gut voran kommen.
Bard ist nun endgültig Richtung Nordkap unterwegs. Der Arme hat sich leider auch noch die Bindung in einer festen Eisschicht rausgerissen. Durch Tape konnte er bis zur nächsten Fjellstue gelangen, wo er sie wieder repariert hat. Jetzt wünschen wir den beiden, dass sie trotz erschwerten Bedingungen bald ihr Ziel erreichen können!
Bærenspur
Dienstag, 24. April 2012
24. April / Tag 112 / Masi / 2030 km
Bard ist wieder da! Nun kann Markus doch nochmal ~ 50km mit seinem norwegischen Kameraden laufen, bevor sich ihre Wege dann endgültig trennen; Bard ans Nordkap und Markus nach Vardo weiterziehen.
Unser Abenteurer "stinkt" laut eigenen Angaben und ist wie ein Landstreicher unterwegs. So hat er sich jedenfalls gefühlt, als er vorhin aus einem Laden geworfen wurde, in dessen Vorraum er sein "Hab und Gut gemistet" hat. Er hat wieder einiges an Material per Post weggeschickt, um für die letzten Kilometer nicht zu viel Gewicht dabei zu haben.
Doch am Meisten hat sicher nicht er, sondern das Rentierfell gestunken, das er bei einem Rentierhirten sehr günstig erworben hat. Nun fühlt er sich wie ein Lappe, wenn er nachts auf dem Fell, statt auf seiner Iso-Matte schlafen kann.
Die letzten Tage kam er gut voran, nur an einem Tag musste er sich wieder richtig durch den Tiefschnee kämpfen - über 500m Höhe allerdings ist der Schnee besser, weil fester und auch auf den Scooter-Tracks kommt er gut voran. In Masi (~270m) ist heute trotz Schneefall leichtes Tauwetter und er muss schauen, dass ihm der Schnee nicht unter den Füßen weg schmilzt.
Für den Notfall hat er sich jetzt einen Rucksack besorgt, den er für's Gepäck nutzen kann, falls die Pulka nicht mehr mit macht, weil der Schnee ausgeht.
Nun geht's weiter Richtung Karasjok.
Unser Abenteurer "stinkt" laut eigenen Angaben und ist wie ein Landstreicher unterwegs. So hat er sich jedenfalls gefühlt, als er vorhin aus einem Laden geworfen wurde, in dessen Vorraum er sein "Hab und Gut gemistet" hat. Er hat wieder einiges an Material per Post weggeschickt, um für die letzten Kilometer nicht zu viel Gewicht dabei zu haben.
Doch am Meisten hat sicher nicht er, sondern das Rentierfell gestunken, das er bei einem Rentierhirten sehr günstig erworben hat. Nun fühlt er sich wie ein Lappe, wenn er nachts auf dem Fell, statt auf seiner Iso-Matte schlafen kann.
Die letzten Tage kam er gut voran, nur an einem Tag musste er sich wieder richtig durch den Tiefschnee kämpfen - über 500m Höhe allerdings ist der Schnee besser, weil fester und auch auf den Scooter-Tracks kommt er gut voran. In Masi (~270m) ist heute trotz Schneefall leichtes Tauwetter und er muss schauen, dass ihm der Schnee nicht unter den Füßen weg schmilzt.
Für den Notfall hat er sich jetzt einen Rucksack besorgt, den er für's Gepäck nutzen kann, falls die Pulka nicht mehr mit macht, weil der Schnee ausgeht.
Nun geht's weiter Richtung Karasjok.
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